Die richtige Gartenbewässerung im Sommer – So geht’s richtig!

Mit der richtigen Gartenbewässerung im Sommer wird Ihr Garten in seiner vollen Farbenpracht erstrahlen und Sie in einem blühenden, grünen Paradies wilkommen heißen. Wir zeigen Ihnen wie’s geht
Gartenbewässerung im Sommer
Die richtige Gartenbewässerung ist besonders an heißen, trockenen Tagen unumgänglich! Nicht nur der braune Rasen, auch verwelkte Topfpflanzen und hängende Köpfchen in den Beeten stören das Auge eines jeden Gartenfreundes und lassen den Außenbereich traurig und ungepflegt aussehen.
Wir haben die wichtigsten Bewässerungstipps für Sie zusammengefasst, damit Ihr Garten dieses Jahr in seiner vollen Pracht erstrahlen kann und so Ihre freie Zeit im Grünen versüßt.
 

Welche Pflanze braucht viel, welche wenig Wasser?

Die erste wichtige Frage zum Thema Gartenbewässerung im Sommer ist, welche Pflanzen wie viel Wasser benötigen. Grundsätzlich gilt, dass sonnig gelegene Beete mehr Wasser benötigen als die schattigen Standorte.
Gartenbewässerung im Sommer Hortensie im TopfAußerdem haben Gewächse mit großem, weichem Laub einen höheren Wasserbedarf, als Pflanzen mit fleischigen, dicken Blättern.
Zu ersteren gehört beispielsweise die wunderschöne Hortensie, die mit Ihren auffallenden, ballartigen Blüten jeden Garten verzaubert.
Typisch südländische Gattungen wie Oleander und Olivenbäume sowie Thymian und Rosmarin sind von Natur aus trockene Phasen gewohnt, freuen sich während Hitzeperioden aber trotzdem über eine erfrischende Extraportion Wasser.
Diese sollte aber erst zum Einsatz kommen, wenn die Erde rund um das Stämmchen ausgetrocknet ist.
Zudem kommt immer der Aspekt, ob die Pflanzen in Beeten oder in Töpfen und Kübeln gehalten werden. Letztere speichern deutlich weniger Wasser und sollten somit öfters gegossen werden als Beete, dessen natürliche Eigenschaft der Wasserspeicherungsfähigkeit deutlich höher ausfällt.
Keimlinge oder frisch gepflanzte Gewächse brauchen täglich Wasser. Nur so entstehen gute Bedingungen, die das Wachstum und die Verwurzelung im Boden beschleunigen.
 

Wichtig: Lieber gründlich statt oft wässern

Da die meisten Pflanzenarten das Wasser über die Wuzeln aufnehmen, empfehlen wir lieber selten, dafür aber gründlich zu  wässern. So kann die Feuchtigkeit optimal in den Boden eindringen, anstatt an der Oberfläche zu verdunsten.
Das die ideale Zeit für die Gartenbewässerung die Abenddämmerung ist, ist ein Gartenbewässerung im Sommerweit verbreiteter Mythos. Wer seine Beete und seinen Rasen abends wässert, schafft ein wahres Schneckenparadies sowie beste Voraussetzungen für die Verbreitung von Pilzerkrankungen.
Wir empfehlen Ihnen, Ihren Garten früh morgens mit ausreichend Wasser zu versorgen, sodass es bis zur brennenden Mittagshitze im Boden versickert und von den Pflanzen aufgenommen werden kann.
Experten raten, die Gartenbewässerung zwischen 3 und 4 Uhr morgens vorzunehmen. Ein automatisches Bewässerungssystem ist hier hilfreich ist aber kein Muss!
Im Normalfall ist es absolut ausreichend, diese Aufgabe nach dem Aufstehen auszuführen und sich dabei auf ein stärkendes Frühstück und einen schönen Tag zu freuen.
 

Den Rasen richtig wässern

Gartenbewässerung im SommerBesonders große, vertrocknete Rasenflächen stechen jedem Betrachter sofort ins Auge.
Um die schöne, grüne Farbe und die Dichte des Rasens im Sommer beibehalten zu können, sollte Ihr Rasen alle 4 bis 6 Tage ausreichend gewässert werden.
Wichtig ist, dass das Wasser mindestens 15 cm tief in den Boden eindringt, damit der Boden für die kommenden Tage ausreichend Wasser speichern kann.
Ein moderner Rasensprenger eignet sich hierbei ideal und nimmt Ihnen – besonders in einem großen Garten – ordentlich Arbeit ab.
Da die Bodenbeschaffenheit in vielen Gärten unterschiedlich ausfällt, spielt die Laufzeit des Rasensprengers eine wichtige Rolle. Wir empfehlen, den Rasensprenger gute 45 Minuten laufen zu lassen und anschließend mit einem Spaten ein rund 20 cm tiefes Stück Erde aus dem bewässerten Bereich auszustechen.
Wenn das Wasser weniger als 15 cm tief in die Erdschicht eingedrungen ist, sollten den Sprenger so lange laufen lassen, bis er seine Pflicht erfüllt hat.
Die Rasenflächen nahe großer Bäume sollten zusätzlich mit einer Gießkanne bewässert werden, da der Großteil der Flüssigkeit im Boden von den kräftigen Wurzeln der Bäume in Anspruch genommen wird.
Wenn Sie einen Rasensprenger kaufen möchten, erfahren Sie bald alles Wissenswerte in unserem Garten Gadgets Rasensprenger Test 2016!
 

Rosen und Strauchpflanzen im Beet

Um eine gute Wasserversorgung von Rosenbüschen- und Stämmchen sowie von Strauchpflanzen garantieren zu können, sollte die Erde rund um den Stamm vor dem Gießen ein wenig aufgelockert werden.

Gartenbewässerung im Sommer

So kann das Wasser, das direkt um den Stamm herum aufgebracht werden sollte, besser in den Boden einziehen.
Ein Gartenschlauch oder eine Gießkanne ohne Aufsatz eignen sich ideal, um die Flüssigkeit Zielgenau verteilen zu können.
Gießen Sie erst, wenn die Pflanzen kurz davor sind, die Blätter hängen zu lassen. So bilden sie lange, kräftige Wurzeln, die die lebenswichtige Flüssigkeit aus den Tiefen des Bodens zieht.
Diese „Erziehungsmaßnahme“ erhöht die Blühkraft der Pflanze und macht sie extra robust.

Den Boden vor Sonne schützen

Es gibt übrigens auch tolle natürliche Lösungen, die die wasserspeichernde Eigenschaft des Bodens erhöhen: Mulch und Bodendecker. Beides sieht in Ihren Beeten hübsch aus, deckt kahle Stellen ab, verhindert die Verbreitung von Unkraut und schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung – und verhindert somit, dass der Wasservorrat schneller verdunstet.

 

Topfpflanzen

Gartenbewässerung im SommerUmso größer der Topf oder der Kübel, umso mehr Wasser kann in der Erde gespeichert werden.
Zudem sind feinporige Kunstofftöpfe besser geeignet als Terrakottatöpfe, da letztere schnell aufheizen, die Hitze speichern und das Wasser schneller verdunsten lassen.
Achten Sie darauf, dass sie stets Töpfe mit Löchern im Boden wählen, die überschüssiges Wasser abfließen lassen und die Pflanze vor dem Ertrinken bewahren.
Eine schöne Möglichkeit, kleinere Topfpflanzen zu bewässern, ist das Tauchen. Hierfür wird der Topf (mit Loch!) einen großen Wasserbehälter getaucht.
Sobald es aufhört zu blubbern, hat sich die Erde vollständig mit Wasser aufgesaugt und muss nun gut abtropfen. Bei diese Methode ist jedoch Vorsicht angesagt: Fassen Sie das Pflänzchen vorsichtig an, um weder Blätter noch Blüten zu beschädigen!
Sollten sich die Blätter der Topf- und Kübelgewächse gelblich verfärben, ist dies ein Hinweis auf einen Nährstoffmangel, der durch das häufige Gießen und das Ausspülen der Erde zu Stande kommen kann. Hier hilft das regelmäßige Düngen mit einem sanften Biodünger, der den Nährstoffgehalt der Erde auffüllt.

Spar- und Pflegetipp:

Statt teures Leitungswasser für die Gartenbewässerung zu verwenden, sollten Sie Regenwasser in einer Tonne sammeln, die direkt an Ihr Regenrinnensystem angeschlossen wird. Ihre Pflanzen werden das temperierte Wasser lieben, das zum Nulltarif vom Himmel fällt. Lediglich der Oleander kann besser wachsen, gedeihen und blühen, wenn Sie ihn mit Leitungswasser bewässern.
Wer seinen Garten oder seinen Gartenteich trotz dessen – oder zusätzlich – mit Leitungswasser versorgt, sollte unbedingt über einen Extra-Wasseranschluss im Außenbereich verfügen. Da das verbrauchte Wasser nicht in den Wasserkreislauf des Haushaltes zurückgeführt wird, können Sie Abwasserkosten sparen und das Geld lieber in etwas anderes investieren!

Mähroboter Test 2016
 
In unserem neuen  Garten Gadgets Blog erhalten Sie viele weitere tolle Tipps rund um das Thema Garten und Gartenarbeit

Das könnte Sie auch interessieren:

Click here to add a comment

Leave a comment: