DIY Gartenhaus 

Das Home Office im eigenen Garten

Warum sollte man das Gartenhäuschen nur als Schuppen für Fahrrad, Rasenmäher, Gartenliege und Co. verschwenden? Wir haben eine Idee, die Sie begeistern wird!

Büro im Garten

Warum nicht unkompliziert einen weiteren Raum gewinnen, indem man ein Gartenhaus aus Holz zum Büro erweitert? In den Städten droht der Verkehrsinfarkt und Lebenszeit ist zu kostbar, um sie beim Pendeln auf „auf der Strecke“ zu lassen. Der Trend bei Arbeitgebern geht nicht ohne Grund zum Home Office. Wir zeigen Euch, was es beim Bau und der Nutzung eines Gartenhauses als Büro zu beachten gilt.

Wer nur wenige Meter von seinen Liebsten entfernt arbeitet, muss keinen Gedanken mehr an die zermürbenden Fahrten im Feierabendverkehr verlieren. Einfach das Büro abschließen und entspannt in Minuten zum Feierabend im Kreise seiner Familie schlendern – ein purer Luxus, den man sich leisten sollte, wenn man kann. So ist der Spagat zwischen Arbeit und Familie entspannt zu meistern.

Nur, beim Arbeiten von Zuhause aus kann es schon mal recht eng werden. Zumal die Hausarbeit einen aus jeder Ecke anzulachen droht und die lieben Kleinen auch Ihre Aufmerksamkeit einfordern. Ohne separaten Arbeitsbereich wird das gerne mal nichts mit dem ungestörten Arbeiten.

Was, wenn man als Freiberufler man kurzfristig so erfolgreich arbeitet, dass man Unterstützung anheuern muss? Mit einem Home Office im Garten kann man dem Co-Worker so unkompliziert und kurzfristig einen zusätzlichen Arbeitsplatz anbieten.

Vorteile eines Gartenhaus-Büros

  • Schneller Aufbau und zeitnahe Nutzung
  • Falls es irgendwann einmal nicht mehr als Büro genutzt werden soll, lässt es sich leicht zum Gästehaus oder zur zusätzlichen Einliegerwohnung umfunktionieren – ein gewonnener Raum, der sich auch später vermieten als lässt.
  • Als Freizeithaus werden Gartenhäuser immer attraktiver. Der Trend vom Tiny House ist in aller Munde und Millionen von „Laubenpiepern“ freuen sich über jede Minute, die sie in Ihrem Kleingartenhaus verbringen können.
  • Das eigene Haus im Garten ist jederzeit erweiterbar und bringt dem „Home Officer“ eine ganz neue Freiheit: Er kann sich seine Arbeitszeit flexibel einteilen und Familie und Beruf entspannt in Einklang bringen.
  • Steuerlicher Vorteil eines ausgelagerten Home Office ist außerdem, dass es vom Finanzamt wegen der klaren räumlichen Trennung zum Wohnbereich zweifelsfrei als Arbeitszimmer anerkannt wird.

Gartenhäuser, die sich zum Home Office eignen, gibt es in vielfacher Ausführung. Ob, rechteckig, quadratisch oder rund: Ein voll gedämmtes Gebäude aus Holz lässt keinen Wunsch offen und ist das meist gewählte Modell in Deutschland.

Home Office Ideen

In der Regel werden Büros zwischen 25 und 60 Quadratmeter gewünscht. Die Anschlüsse, die in einem Home Office benötigt wird, sind relativ unkompliziert gelegt - Strom und Wasser können direkt über eine Leitung vom bisherigen Wohnhaus bezogen werden und Dank eines Routers im Haupthaus ist auch Wireless Lan im freistehenden Gebäude kein Problem.

Bau eines Home Office – was muss ich bedenken?

Welche Funktion soll das Gartenhaus vielleicht noch kurz- oder langfristig haben? Bleibt es beim Arbeitsplatz ist oder soll auch eine Terrasse oder Veranda zum Grillen eingeplant werden? Soll man einen Schuppen für Gartengeräte anbauen oder eine kleine Werkstatt? Ideen gibt es viele und ist der zusätzliche Raum erstmal da, gibt es immer Wege und Möglichkeiten die eigene Landschaft, innerhalb der eigenen Gartenzäune zu verschönern.

Die günstigste und beliebteste Gartenhausvarianten sind aus Holz. Ob klassischer Holzständerbau, fertiges Bauset aus dem Baumarkt oder individuelles Gartenhaus im Blockhüttenstyle, der Fantasie mit dem Baumaterial Holz sind keine Grenzen gesetzt. Wer eben kein unbegrenztes Budget hat und zügig seinen neu geschaffenen Raum im sein Garten beziehen will, sollte beim Bau auf Holz setzen.

Holz für die Hütte - Welches Holz eignet sich am besten für mein Gartenhaus?

Wer Holz aus den nordischem Wäldern Europas verwendet, kann grundsätzlich wenig falsch machen. Die Bäume wachsen dort langsamer, bedingt durch das raue Klima und die langen Winter. Gut Ding will bekanntlich Weile haben, so sind die nordischen Hölzer in der Regel robuster und lassen sich besser verarbeiten. Nordische Fichte ist sehr gefragt. Kiefer ist ziemlich günstig.

  • Kiefer und Fichte (z.B. für das Grundgerüst)
  • Lärche für die Außenfassade (graut aus im Laufe der Zeit)
  • Buche oder Eiche (beständiger als Kiefer oder Fichte, aber nur was für das üppige Budget)
Welches Holz für Gartenhaus

Ein Fundament als Basis für das Glück im Gartenhaus

Die Hölzer sind gewählt, der Bauplan steht, das Projekt Gartenbüro kann starten. Jeder Bau steht und fällt mit dem Fundament, hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden.
Die einfachste Variante sind Bodenplatten auf Sand und Schotter. Arbeiten Sie sorgfältig, schiefe Wände oder klemmende Türen können sonst die Folge sein. Die Beschaffenheit des Fundaments hängt auch stark von der geplanten Größe des Gartenhauses ab – am besten lässt man sich bei der Auswahl des passenden Zubehörs im Baumarkt oder vom Profi beraten.

Die Ausstattung im eigenen Gartenhaus

Wenn das Büro im Gartenhaus das ganze Jahr genutzt werden soll, sollten es eine Wandstärke von mindestens 40 mm haben. Doppelverglaste Fenster rechnen sich auch ebenfalls. Die Isolierung von Boden, Wände, Dach und Fenster ist essenziell für das Raumgefühl, sonst kann man gleich in den Schuppen ziehen. Durch ein nicht isoliertes Dach entweichen tatsächlich bereits 30 bis 40 % an Wärme.

Das Heizen im Gartenhaus

Wie soll das Gartenhaus geheizt werden? Elektroöfen werden gern zum Stromfresser, aber ein Schwedenofen kann für mollig warmes Raumklima im Winter sorgen. Es empfiehlt sich bei der Frage des Heizens einen Fachmann hinzu zu ziehen. Eine funktionierende Entlüftung und die Anbringung von Rauchmeldern sind ebenfalls Pflicht.

Brauche ich eine Genehmigung für mein Gartenhäuschen?

Die klare Antwort: Jein!  Das öffentliche Baurecht setzt dem Häuschen-Bau oft Grenzen. Denn auch im eigenen Garten muss das Planungsrecht, dass im im Baugesetzbuch bundesweit geregelte ist, eingehalten werden.

Garten Büro

Der lokale Bebauungsplan sollte gekannt und beachtet werden. Es kann sein, dass sogenannte Nebenanlagen – dazu zählen Lauben und Schuppen – nur innerhalb der Baugrenzen errichtet werden dürfen Baugrenzen sind meist als Linie im Bebauungsplan eingezeichnet und dürfen nicht von Gebäudeteilen überbaut werden.

Bauordnung variiert von Bundesland zu Bundesland

In Bayern und Brandenburg etwa sind Bauten bis zu einem Volumen von 75 Kubikmetern umbauten Raumes baugenehmigungsfrei. Aber nur, wenn sie nicht im Außenbereich einer Ortschaft stehen, sondern am Bebauungszusammenhang teilnehmen – sie also innerhalb einer bebauten Fläche befinden. In Niedersachsen ist die Grenze bei 40 und in Nordrhein-Westfalen nur bei 30 Raummetern.

Feuerstelle und sanitäre Anlage im Gartenhaus

Die meisten deutschen Bauordnungen sehen vor, dass nur "Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten oder Feuerstätten" genehmigungsfrei sind. In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen muss ein Bau bereits ab zehn Quadratmetern Grundfläche genehmigt werden.

Das stellt aber nur einen weiteren Schritt und nicht unbedingt ein Hindernis auf dem Weg zum Traum vom Home Office im eigenen Garten dar. Die heimatliche Toilette befindet sich schließlich auch nur einen Steinwurf entfernt.

Abstandsflächen beachten - Grenzbebauung im Garten

Mit gültigem Baurecht gerät man schnell in Konflikt bei der Grenzbebauung im heimischen Garten. Dies ist laut den Bauordnungen der Länder nur mit Bauten von maximal drei Metern Höhe möglich, wenn eine Gesamtlänge auf der Nachbargrenze von neun Metern nicht überschritten wird. Diese Bestimmungen beziehen sich wiederum immer auf ein Gebäude ohne Aufenthaltsräume und Feuerstätten.

Das heißt schlicht, dass kein beheizbares Gartenhaus auf der Grenze stehen darf. Gibt es eine Feuerstätte (der Schwedenofen?) oder einen Raum für den dauerhaften Aufenthalt, müssen mindestens drei Meter Grenzabstand da sein. Möglich sind aber Geräteschuppen und Lauben zum Schutz vor der Witterung.

Übrigens: Das Baurecht unterscheidet nicht zwischen einem festen Gebäude und mobilem Unterstand. So ist z.B. Ein eigentlich mobiles „Tiny House“, das aber dauerhaft aufgestellt wird, in der Regel baugenehmigungspflichtig.

Bevor es losgeht: Ab aufs Bauamt und zum Nachbarn

Ein Gartenhaus im Baumarkt ist schnell gekauft. Sobald dieses – je nach Bundesland – die Größe von 10 Quadratmetern beziehungsweise 30, 40 oder 75 Raummetern übersteigt, ist das definitiv baugenehmigungspflichtig. Am besten einen Prospekt schnappen und direkt zum Bauamt gehen, um böse Überraschungen im Nachhinein zu vermeiden.

Denn wer schwarz baut, lebt gefährlich. Die Baubehörden können nicht überall sein, aber ein übellauniger Nachbar hat seine Augen überall und kann einem schnell die schöne Welt vom Home Office im eigenen Garten gehörig versalzen. Auf gute Nachbarschaft sollte man die Nachbarn also vorab auch von seinem Bauvorhaben in Kenntnis setzen und letztendlich dafür begeistern.

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