Exotischen Pflanzen züchten und pflegen
[8 praktische Tipps]

Pflegetipp exotische Pflanzen

Wie wäre es, das eigene Zuhause mit ein paar Exoten auszustatten? Exotische Pflanzen schaffen ein bisschen tropisches Flair und laden so zum Schwelgen und Träumen von wärmeren Regionen ein. Damit das Züchten dieser Pflanzen aber auch funktioniert, müssen Sie ihren individuellen Ansprüchen gerecht werden. Hier gibt es 8 Tipps für die Pflege von exotischen Pflanzen!

1. Immer an das Klima denken

Nicht jede tropische Pflanze lässt sich einfach so im heimischen Garten kultivieren. Denn um zu überleben muss die Pflanze in erster Linie einmal das Klima hierzulande überstehen.

Im Internet gibt es verschiedene Klimakarten, von denen abgelesen werden kann, in welcher Klimazone sich der eigene Garten befindet. Dementsprechend sollten auch die Pflanzen ausgesucht werden. Geeignet sind in den meisten heimischen Klimazonen beispielsweise: Yucca, Kiwi, Agave, Bambus, Feigenkaktus oder Magnolien.

Manche ausländischen Pflanzen sind sogar so robust, dass sie selbst bei Minusgraden nicht schlapp machen. So können Bananenpflanzen oder andere Palmenarten, sofern sie ausgewachsen sind, den Winter eventuell im Freien überstehen. Auch die Bitterorange, der echte Feigenbaum oder die Seidenakazie kommen mit Frost noch recht gut zurecht.

Magnolien sind ein echtes Highlight in ihrem Garten.

2. Jede Pflanze ist anders

Sind die richtigen Pflanzen ausgesucht, sollten sie trotzdem nicht alle in einen Topf geworfen werden, denn jede von ihnen hat individuelle Bedürfnisse.

Während die einen komplett oder teilweise im Schatten stehen möchten, brauchen die anderen vielleicht viel Sonnenlicht. Daher sollten Sie sich auf jeden Fall vorher gründlich erkundigen, was die jeweilige Pflanze braucht, um gut zu gedeihen.

3. Im Frühjahr pflanzen

Jungpflanzen sind stets um einiges empfindlicher gegenüber Kälte als bereits ausgewachsene Pflanzen. Die beste Zeit, um exotische Pflanzen zu setzen, ist daher im Frühjahr. Auf diese Weise sind die Pflanzen bis zum Winter hin gut verwurzelt und haben Zeit, sich langsam akklimatisieren zu können.

4. Der richtige Standort: Hell, ohne direktes Sonnenlicht

Die meisten fremdländischen Gewächse sind an ein sonniges, warmes Klima gewöhnt und brauchen deshalb viel Licht. Vor allem, wenn sie aus Regenwald kommen, haben sie jedoch üblicherweise ein dichtes Blätterdach über sich und vertragen direkte Sonneneinstrahlung daher nicht so gut.

Deshalb sollte der Standort im Garten warm und hell, aber nicht direkt in der Sonne sein. Am besten ist, wenn die Pflanzen möglichst geschützt vor Regen und Wind sind. Eine Hausmauer, die viel Wärme abgibt, funktioniert beispielsweise gut.

Wer die Pflanzen in der Wohnung hält, hat es mit der Temperatur schon ein wenig einfacher, weil sie leichter reguliert werden kann. Auch hier bieten sich helle Standorte wie Fensterplätze oder eine helle Zimmerecke an, wo die Pflanze nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Lila Orchidee

Orchideen sind empfindlich und fühlen sich auf der Fensterbank am wohlsten.

5. Gießen und Staunässe vermeiden

Viele exotische Pflanzen wachsen in trockenen Regionen und haben gelernt, mit wenig Wasser auszukommen. Daher vertragen sie einen trockeneren Boden häufig auch besser als zu nasse Wurzeln.

Prinzipiell gilt: Die Wurzeln dürfen nicht austrocknen, Staunässe ist aber nicht gut. Prüfen Sie vor dem Gießen außerdem immer, ob die Erde bzw. das Substrat trocken ist oder nicht. Gießen Sie dann von oben und achten Sie darauf, dass das Wasser gut abfließen kann.

Achten Sie aber darauf, die Pflanzen auf keinen Fall zu überwässern. Wenn die Blätter bereits braun werden, ist das ein Zeichen, dass die Pflanzen zu viel gegossen wurden. Vor allem im Winter benötigen die Exoten je nach Pflanzenart etwas weniger Wasser.

6. Luftfeuchtigkeit anpassen

Tropische Pflanzen sind meist eine hohe Luftfeuchtigkeit gewohnt. Da unsere Breitengrade dabei nicht mithalten können, neigen ihre Blätter häufig dazu, auszutrocknen. Dafür gibt es jedoch ein paar Tricks!

Wenn die Pflanzen in einem Topf gehalten werden, legen Sie Kieselsteine unter den Topf und bedecken Sie sie halb mit Wasser. Das Wasser sollte aber den Boden des Topfes nicht berühren. So erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze herum. Alternativ können Sie die Blätter aber auch einfach regelmäßig mit Wasser besprühen.

Pfingstrosen gießen

Tropische Gewächse brauchen viel Wasser. Staunässe trotzdem unbedingt vermeiden.

7. Den Garten vor Sturm schützen

Ein windgeschützter Standort ist wichtig, damit tropische Pflanzen auch gut gedeihen. Daher empfiehlt es sich, um den Garten eine hohe Hecke oder einen Zaun anzulegen, damit der Wind ein wenig ausgebremst wird.

Achten Sie aber auch in der Wohnung darauf, dass die Pflanzen nicht direkt neben einer geöffneten Balkontür oder einem häufig geöffneten Fenster stehen.

8. Im Winter richtig schützen

Es ist nicht immer so leicht, exotische Pflanzen heil durch den Winter zu bringen. Ein guter Tipp ist daher, die Exoten von vorn herein in Töpfen zu pflanzen und sie im Winter einfach in einen beheizten Wintergarten oder ins Haus zu bringen.

Unter Umständen überleben die Pflanzen aber auch im Freien. Wenn man die Töpfe auf Styropor oder Kokosmatten stellt, sind sie gut gegen die Kälte vom Boden isoliert. Für besonders frostige Tage gibt es auch Winterschutzhauben aus Kokos, Stroh oder Schilf.

Natürlich ergibt sich im Winter auch das Problem des Lichtmangels, denn exotische Pflanzen wollen auch in den dunklen Wintermonaten mit ausreichend Licht versorgt werden. Abhilfe schaffen dabei hochwertige LED-Pflanzenlampen. Sie spenden den exotischen Pflanzen genug Licht und fördern außerdem noch ihr Wachstum. Auf diese Weise können Sie sich das ganze Jahr über an Ihren Exoten erfreuen!

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Fotos: Pixabay.com

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