10 To-Do's in Ihrem Juli-Garten

Juli Garten

Nun ist es Hochsommer, der Blumengarten zeigt sich in seiner vollen Pracht. Die Ernte von Salat, Kohlrabi, Spinat und Mangold beginnt und die Beerenobsternte hält noch an. Gerade während dieser Zeit braucht der Garten seinen Gärtner. Es müssen Unkräuter gejätet werden und bei Trockenheit heißt es gründlich zu wässern.

1. Hecken schneiden

HeckenschnittJetzt ist es bei den Hecken an der Zeit für einen Sommerschnitt. Bei kleinen Hecken kann die klassisch handbetriebene Heckenschere Verwendung finden. Bei größeren Anlagen leistet eine elektrische Heckenschere gute Dienste.

Auch bei wenig Übung können gerade Flächen erzielt werden. Für eine exakt geschnittene Hecke spannt man sich als Hilfsmittel einfach eine Schnur. In der Regel werden die Seitenwände der Hecke leicht quadratisch geschnitten, um einen trapezförmigen Querschnitt zu erhalten.

Die Oberfläche kann dann rund oder gerade geschnitten werden. Lediglich bei sehr austriebswilligen Heckenpflanzen, beispielsweise Hainbuche oder Liguster, werden die Wände senkrecht geschnitten. Auf alle Fälle darf der Schnitt der Hecke jetzt nicht zu tief erfolgen, sie muss noch schön grün sein.

2. Rasen regelmäßig bewässern

Gartenbewässerung im Sommer

Bei trockenem Wetter ist es notwendig, den Rasen ausreichend zu bewässern. Es ist bereits zu spät, wenn schon braune Flecken erscheinen. Wöchentlich sollte man  2 bis 3 mal den Rasen für 1 bis 2 Stunden beregnen.

Das Wasser muss mindestens 15 cm in den Boden tief einsickern. Die geeignete Wassermenge liegt bei 10 bis 20 l / m².

Die genaue Menge jedoch hängt immer von der Bodenart und dem Klima ab. Besonders eignet sich ein Rasensprinkler oder bei größeren Flächen Versenkregner. Die beste Zeit zur Bewässerung sind die Abendstunden oder ganz früh am Morgen.

Bitte nicht während der Mittagszeit den Rasen beregnen, da das Wasser schnell verdunstet und es zu Verbrennungen an der Grasnarbe kommt. Weitere Tipps, wie Sie Ihren Garten im Sommer richtig bewässern, finden Sie hier.

3. Stauden zurückschneiden

Weiterhin werden frühblühende Arten zurückgeschnitten. Verwelkte Blüten sind nach der Blüte abzuschneiden, wodurch wird eine Neubildung von Blüten angeregt. 

Stauden zurückschneiden

Verschiedene Arten wie Lupine und Rittersporn blühen ein zweites Mal, wenn man sie in diesem Monat bis dicht über dem Boden zurückschneidet. Bei Pfingstrosen entfernt man nach der Blüte lediglich die verwelkten Blütenköpfe. Die Stauden müssen auf natürliche Weise absterben, weil es ein Teil ihres Reifeprozesses ist.

4. Zeit für ein- und zweijährige Pflanzen

Die meisten einjährigen Pflanzen sterben früher ab, wenn sie Samen bilden. Man entfernt jetzt rechtzeitig die verblühten Blütenstände, dann entwickeln sich die Pflanzen weiter und die Beete bleiben farbenprächtig. Bei sehr trockenem Wetter kann die Blütezeit durch reichliche Wassergaben noch verlängert werden.

Wichtig ist jetzt auch, dass stark wachsende einjährige Pflanzen eine Stütze erhalten bzw. aufgebunden werden.

Anfang des Monats ist es Zeit zweijährige Pflanzen, wie beispielsweise Bartnelken oder Goldlack, in Reihen an ihrem endgültigen Standort auszusäen. Sollten sie als Schnittblumen Verwendung finden, sät man dünn und später werden zu dicht stehende Pflanzen vereinzelt.

Zudem besteht auch die Möglichkeit einer Aussaat in Saatkisten oder Saatbeeten. Wenn die Sämlinge dann eine entsprechende Größe erreicht haben, werden sie ins Freiland verpflanzt.

5. Sommerschnitt für Rosen

Regelmäßig müssen verwelkte Blüten entfernt werden. Dazu schneidet man sie mit einem, höchstens aber zwei darunterliegenden Blättern ab.

Bei Blumen für die Vase sollten nach Möglichkeit die Stiele nicht länger als nötig und mit möglichst wenigen Blättern geschnitten werden, denn in den Blättern werden Nährstoffe für die Pflanze gebildet.

In der Regel muss immer auf ein vollentwickeltes Laubblatt, an dem fünf Einzelblättchen sitzen zurückschneiden werden. In den Achseln der größeren Blätter sitzen schlafende Augen, die schnell wieder durchtreiben und einen Blütentrieb entwickeln. Den Schnitt setzt man schräg ungefähr 6 mm oberhalb eines Blatts an.

Die Gartenschere muss dabei stets scharf sein. Werden beide Arbeiten sorgfältig durchgeführt, entwickeln sich kräftige neue Triebe und gleichzeitig wird die Bildung des nächsten Blütenflors angeregt.

Garten Tipps Juli

Nach dem ersten Blütenflor sollte eine Düngung mit handelsüblichen Rosendünger erfolgen. Man rechnet auf 1 m² ungefähr 20 bis 30 g mineralischen Volldünger. Er wird flach in den Boden eingehackt und anschließend gut gewässert.

Zudem ist eine ständige Kontrolle auf Blattläuse, Sternrußtau, Rost und Echten Mehltau -und gegebenenfalls die Bekämpfung- notwendig .

6. Iris teilen

Iris teilenEine Teilung der Iris kann jedes Jahr oder alle zwei Jahre vorgenommen werden. Man sollte die Pflanze jedoch nach Möglichkeit drei Jahre ungestört an einem Platz wachsen lassen.

Zur Teilung werden Anfang Juli die Pflanzen ausgegraben und man schneidet die jungen Rhizome am Rand mit einem oder zwei Blattbüscheln ab und pflanzt sie wieder ein.
Der Boden sollte vorher gut mit verrottetem Stallmist oder Kompost sowie Volldünger oder Knochenmehl spatentief umgegraben werden.

Beim Einpflanzen darf der obere Teil der Rhizome nicht bedeckt werden und der Boden um den Wurzeln wird gut fest gedrückt.

Anschließend schneidet man die oberen Teile der Blätter auf die Hälfte zurück, um die Verdunstung herabzusetzen. Der Pflanzabstand von Zwergiris sollte 15 cm, von mittelhohen Iris 20 cm und hohen Iris 25 cm betragen.

 

7. Obstbäume schneiden

Im Juli können bei Jungbäumen Konkurrenztriebe entfernt werden. Diese krautigen Triebe reißt man einfach an der Basis aus, so können sich keine neuen Nebentriebe mehr bilden, was bei einem Rückschnitt mit der Schere häufiger vorkommt.

Bei älteren Bäumen schneidet man überzählige Jungtriebe im Kroneninneren heraus. Bei Kernobst wie Apfel und Birne kann eine Ausdünnung der Äste die Größe der Früchte noch beeinflussen, ebenfalls wird dadurch die Blütenbildung für das kommende Jahr gefördert.

Obstbaum Schnitt

Jedoch sollten bei Bäumen, die noch im Wachstum stehen keine größeren Eingriffe erfolgen, da sonst unerwünschte Nachtriebe entstehen.

Nebenbei sollten jetzt noch schwächere Leitäste an reich tragenden Bäumen stützt werden, damit mit Früchten beladene Äste nicht brechen.

8. Sommerhimbeeren zurückschneiden

Himbeeren bringen Früchte an den Trieben des vergangenen Jahres hervor, daher werden die abgetragenen Triebe gleich nach der Ernte herausgeschnitten. Denn bei warmer Witterung können in zu dicht stehenden Ruten Infektionen durch die Rutenkrankheit entstehen.

Sommerhimbeere schneiden

Man schneidet die abgetragenen Ruten dicht über dem Boden ab. Es können dabei auch schwächere, überzählige Jungtriebe entfernt werden. Auf 1 m bleiben ungefähr 10 bis 12 kräftige Ruten für den Ertrag des nächsten Jahres stehen. Anschließend werden die neuen Triebe an Stützdrähten befestigt.

9. Erdbeeren für das nächste Jahr vorbereiten

Gesunde Erdbeerenpflanzen müssen nach der Ernte gleich entrankt und abgemäht werden. Aber Vorsicht, der Schnitt darf nicht zu tief erfolgen, die Herzblätter dürfen nicht beschädigt werden.

Gleichzeitig muss dann eine Grunddüngung erfolgen. Hierzu streut man entweder 60 g Blaukornvolldünger auf 1 m² oder 80 g organischen Dünger auf 1 m² aus. Der Boden muss anschließend tief bearbeitet werden, dabei kann das Stroh und abgemähte Laub mit dem Dünger eingearbeitet werden und danach wird leicht gewässert.

Erdbeerbeete pflegen

In der Regel sollten Erdbeerpflanzen nur ein bis zwei Jahre, höchstens drei Jahre stehen, jetzt ist der richtige Zeitpunkt zur Gewinnung von Ausläufern der Mutterpflanzen.

Bereits vor der Ernte wurden diese markiert und können nun in kleine mit Erde gefüllte Becher eingesenkt oder abgetrennt werden. Anschließend pikiert man die Ausläufer im Frühbeetkasten.

Das Beet für die Neuanlage sollte bereits umgegraben sein und wird bis zum Pflanzen mit einer dünnen feuchten Torfschicht abgedeckt. Wenn die Jungpflanzen dann gut bewurzelt sind, können sie ausgepflanzt werden.

10. Folgekulturen bei Gemüse

Besonders gut eignen sich in diesem Monat als Folgepflanzungen Chinakohl. Der richtige Saattermin liegt in der zweiten Julihälfte bis in die erste Augustwoche. Je später gesät wird, desto besser lässt er sich einwintern. Die Aussaat erfolgt in Reihen direkt ins Freiland  mit einem Abstand von 30 bis 40 cm. Die Sämlinge werden später in den Reihen auf  einen Abstand von 30 cm vereinzelt.

Gemüsebeet pflegen

Eissalat und Kopfsalat können noch bis zum 20. Juli gesät werden, aber noch in der ersten Augustwoche gepflanzt werden. Auch die Endivie kann für die Ernte im Oktober bis November noch von Mitte bis Ende Juli gepflanzt werden.
Eine ideale Nachfrucht ist der Grünkohl, auch als Blätter- oder Krauskohl bekannt.

Eine Pflanzung kann bis Ende Juli im Abstand von 40 x 50 cm erfolgen. Daneben können im Juli auch noch Möhren, Buschbohnen und Spinat gesät werden, auch Blumenkohl und Brokkoli sind möglich. Bei beiden Kohlarten erzielt man in der kühleren Jahreszeit mitunter noch eine bessere Qualität als im Sommer.

Auf abgeernteten Gemüsebeeten, die nicht mehr bestellt werden, können Gründüngungspflanzen ausgesät werden. Der Boden wird dadurch beschattet und gleichzeitig mit Nährstoffen und Humus angereichert. Die Gründüngungspflanzen bleiben bis zum Herbst oder bis zum Frost auf dem Boden. Sie müssen spätestens bei Beginn der Blüte abgemäht werden.

Danach lässt man sie noch etwas welken und bringt anschließend organischen Dünger oder Kompost darauf aus und arbeitet alles in die obere Bodenschicht ein. Sehr gute Gründüngungspflanzen sind Lupinen und Bienenfreund.

Nicht Vergessen:

Vergessen Sie nicht, im Juli...

  • bei Trockenheit regelmäßig zu gießen
  • Unkraut zu jäten
  • die Sonne so richtig zu genießen!

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