Der Garten im Februar

10 praktische Gartentipps

Im Gartenmonat Februar geht es noch etwas beschaulich zu. Erste Frühlingsboten auf den Blumenbeeten kündigen das Ende des Winters an...

Gartenpflege im Februar

Auch jetzt müssen verschiedene Arbeiten erledigt werden. Man setzt die Planung der anfallenden Arbeiten für die kommende Saison fort. Ein Augenmerk liegt jetzt bei der Pflege von Obst – und Ziergehölzen, erste Aussaaten und Pflanzungen können nun bereits im Kleingewächshaus, Frühbeet oder auch im Freien erfolgen.

Zudem sind auch Ausbesserungen, beispielsweise an Zäunen, Toren und Rankhilfen zu erledigen.

1. Den Rasen auflockern

Auch jetzt dürfen Rasenflächen, die von Schnee bedeckt sind, nicht betreten werden. Falls der Schnee über einen längeren Zeitraum verharscht ist, sollte die Kruste mit einem Rechen aufgelockert werden.

Hingegen kann bei offenem Wetter die Rasenfläche mit einem Eisenrechen abgeharkt werden. Hierbei wird die Rasennarbe etwas aufgerissen und der Boden  besser durchlüftet. So wird der Moosbildung vorgebeugt.

Falls bisher noch keine Rasendüngung erfolgte, kann diese bei offenen und frostfreiem Wetter nachgeholt werden.
Dazu kann entweder Komposterde oder auch Holzasche auf dem Rasen ausgestreut werden.

2. Rosen zurückschneiden

Bereits jetzt im Februar können Rosen, die ohne Schutz überwintern, beispielsweise Hagebuttenrosen zurückgeschnitten werden. Es darf jedoch nur altes und schlechtes Holz entfernt werden. Beim Schnitt ist also hier große Zurückhaltung angebracht.

Rosen im Februar zurückschneiden

Bitte beachten: Alle Edel- und Buschrosen werden erst später zurückgeschnitten.

Bei offenem Wetter, also wenn der Boden nicht gefroren oder mit Schnee bedeckt ist, können Rosenpflanzungen vorgenommen werden. Die Erde muss dazu frostfrei und nur leicht feucht sein. Solche Pflanzungen sind aber nur in milden Gegenden möglich, ansonsten sollte Sie warten, bis sich günstigere Witterungsbedingungen eingestellt haben.

3. Staudenbeete aufräumen

Vor dem Neuaustrieb werden jetzt bei offenem Wetter alle Pflanzenreste des Vorjahres entfernt: Stängel, Blütenstände und Blätter. Vertrocknete Pflanzenteile lassen sich hier einfach leicht herausziehen. Andernfalls muss eine scharfe Gartenschere Verwendung finden.

Mitte des Monats können nun auch der Winterschutz entfernt werden, so wird der Austrieb schon durch die ersten Sonnenstrahlen gefördert. Zudem sollte jetzt auch das Laub mit einem Laubbesen von den Beeten geharkt werden. Dadurch bekommen Frühblüher mehr Licht.

Mitunter können im Herbst gepflanzte Stauden über den Winter "hochgefroren" sein. In diesem Fall müssen sie mit beiden Händen wieder fest in den Boden gedrückt werden. 

Staudenbeet pflege

Stauden, welche gerne von Schnecken heimgesucht werden, beispielsweise austreibender Rittersporn oder Lupine, brauchen jetzt einen Schutz. Statt der Verwendung von Schneckenkorn empfehlen wir Ihnen, rund um die Staude einen Ring aus Kunststoff, Kupfer- oder Stahlblech zu setzen.

Jetzt ist auch die Zeit überalterte oder auch zu groß gewordene Stauden zu teilen. Mit der Grabegabel werden sie vorsichtig aus dem Boden gehoben, Unkraut von dem Wurzelballen entfernt und mit einem scharfen Messer oder Spaten geteilt. Ein Teil der Staude wird dann mit etwas reifem Kompost wieder in das Pflanzloch gesetzt. Überalterte Pflanzen erkennt man daran, dass neue Triebe nur noch am Rand gebildet werden, die Mitte ist kahl.

Nach Abschluss dieser Arbeiten kann eine Frühjahrsdüngung erfolgen. Dazu wird auf das Beet eine fingerdicke Schicht von Komposterde ausgestreut.

4. Auch jetzt noch Obstbäume schneiden

Es können jetzt immer noch Bäume ausgelichtet werden. Es sollte dabei aber nicht zu kalt sein. Bis zu einer Temperatur von -5 °C können Schnittarbeiten durchgeführt werden. Dabei werden dann alle Zweige, die nach innen wachsen und die sich kreuzen weggschnitten. Wichtig ist, dass der Schnitt dabei immer oberhalb eines nach außenzeigendem Knospenauges erfolgt.

Im Februar ist es auch an der Zeit, die Stämme der Obstbäume anzukalken. Dieser weiße Anstrich dient zum Schutz vor Sonneneinstrahlung. Dadurch wird verhindert, dass der Stamm sich tagsüber nicht zu sehr erwärmt und abends bietet der Kalk Schutz vor großen Temperaturschwankungen. Durch diese Maßnahme wird verhindert, dass es zu einem zu frühen Austrieb kommt und Ernteverluste durch Spätfröste entstehen.

Wenn man dem Kalkbrei Tapetenkleister zusetzt, haftet er besser und auch länger.

5. Den Kompost umsetzen

An frostfreien, trockenen und möglichst sonnigen Tagen, sollte der Kompost umgesetzt werden. ​Natürlich nur, wenn dieser nicht durchgefroren ist.

Ein umsichtiger Gartenfreund weiß, dass je öfter der Komposthaufen umgesetzt wird, desto mehr Sauerstoff eindringen kann und desto schneller die Zersetzung vonstatten geht. Durch diese Maßnahme steht dann Reifkompost gleich zu Beginn der neuen Gartensaison zur Verfügung.

Komposterde Herbst

Zum Umsetzen finden Durchwurfsiebe Verwendung. Diese können entweder auf den Boden gestellt oder auch über eine Schubkarre gelegt werden. Man sollte beachten, je steiler hier der Neigungswinkel ist, desto feiner wird die Komposterde.

Das beim Durchsieben entstandene grobe Material kommt erneut auf den Komposthaufen oder im Komposter ganz nach unten.

Es ist nun notwendig den feingesiebten Kompost vor Niederschlägen zu schützen, damit die Nährstoffe nicht ausgewaschen werden. Dazu können zur Abdeckung Folie verwendet werden oder man füllt ihn in Säcke.

6. Immergrüne Pflanzen wässern

An trockenen und frostfreien Tagen müssen immergrüne Pflanzen gewässert werden, da diese auch im Winter über ihre Blätter Wasser verdunsten. Bitte nicht bei gefrorenem Boden gießen, denn hier können die Wurzeln kein Wasser aufnehmen. Zu den Immergrünen gehören unter anderem Buchsbaum, Kirschlorbeer, Stechpalme, Rhododendron, Mahonie und auch die Christrose.

Wichtig ist in diesem Monat auch, dass diese Pflanzen vor der Frühjahrssonne geschützt werden, umso die Verdunstung zu verringern. Verwendung können hier Fichtenreisig , Vlies, Jutesäcke und Kokos- oder Strohmatten finden.

Buchsbaumpflege im Februar

Besondere Beachtung brauchen Immergrüne Pflanzen in Töpfen. Durch den begrenzten Raum für das Wurzelwachstum, können hier bei Trockenheit und Frost größere Schäden auftreten als bei Pflanzen im Freiland.

Im Frühjahr erscheinende eingetrocknete und braune Blattspitzen sind keine Frostschäden, sondern die Folgen von Trockenheit.

7. Tomaten, Paprika, Auberginen, Basilikum auf der Fensterbank vorziehen

Um Gemüse un Kräuter vorzuziehen, werden flache Schalen mit gutem Wasserabzug oder Anzuchtplatten mit dem Substrat locker bis zum Rand gefüllt und glatt angedrückt. Mit einer feinen Brause wird anschließend das Substrat befeuchtet. Nun wird der Samen gleichmäßig verteilt. Er braucht genügend Platz zur Entwicklung.

Dunkelkeimer, diese keimen nur bei einer ausreichenden Dunkelheit, werden nur dünn mit einer Schicht Erde überstreut und leicht angedrückt.

Hingegen brauchen Lichtkeimer zur Keimung genügend Wasser, Wärme, Sauerstoff und Licht. Dieser Samen wird nur leicht angedrückt, nicht mit Erde bedeckt.

Gemüse Frühaussaat

Das Saatgut wird nun mit Etiketten markiert und die Gefäße mit durchsichtiger Folie oder einem Folienbeutel abgedeckt. Es kann auch eine Glasplatte Verwendung finden, diese muss dann aber nach der Keimung entfernt werden. Folie kann dagegen immer mitwachsen.

Wichtig ist nun ein Schutz vor zu hohen Temperaturen. An sonnigen Tagen muss eine Lüftung erfolgen. Auf der Fensterbank ist dann eine Schattierung mit einem Stück Pappe erforderlich, da es hinter der Fensterscheibe schnell zu Temperaturen über 30 °C kommen kann.

8. Aussaat im Frühbeet möglich

In der Regel erfolgt der Gemüseanbau im Freiland erst ab Mitte März bis Anfang April. Jedoch kann im Frühbeet bereits Ende Februar eine  Aussaat von Gemüse oder Anbau von Frühgemüse erfolgen.

Wenn Pferde- oder Rindermist zur Verfügung steht, wird Mitte des Monats das Frühbeet bepackt. Die Schicht von Stallmist sollte nach dem Festtreten eine Höhe von 40 bis 50 cm haben. Darauf folgt dann eine 20 cm hohe Erdschicht. Wichtig ist, dass am Ende noch 20 bis 30 cm Raum zwischen der Beetoberfläche und der Glasfläche bleibt.

Eine Bebauung kann nun nach fünf Tagen erfolgen. In dieser Zeit sind dann die sich entwickelnden Ammoniakgas entwichen. Danach ist immer frische Luft wichtig.

Frühbeet im Februar

Falls kein Stallmist vorhanden ist, legt man Mitte des Monats die Fenster auf, damit sich die Erde im Frühbeet erwärmen kann. Wenn der Boden dann aufgetaut ist, kann auch dieses Frühbeet bestellt werden.

Ende Februar können bereits Kopfsalat und Kohlrabi gepflanzt oder Rettiche und Radies gesät werden.


9. Gladiolen vortreiben

Durch das Vortreiben können Gladiolen im Gewächshaus früher blühen. Die Knollen werden dazu Ende Februar in Schalen oder Töpfe gelegt. Es müssen dann Temperaturen um 10 °C herrschen.

Im April können diese Knollen dann ins Freiland 10 bis 15 cm tief in Reihen oder Gruppen gepflanzt werden. Bitte beachten Sie, dass vorgetriebene Knollen kälteempfindlich sind, daher ist bei stärkeren Nachtfrösten ein Schutz notwendig.

 Noch eingelagerte Knollen müssen bis zum Setzen ins Freiland regelmäßig kontrolliert werden.


10. Balkonpflanzen zurückschneiden

In ihrem Winterquartier müssen alle Balkon- und Kübelpflanzen jetzt noch regelmäßig gegossen und auf Krankheiten untersucht werden.

Ab Mitte des Monats können nun überwinterte Geranien und Fuchsien eine Handhoch zurückgeschnitten werden. Danach treiben die Pflanzen buschig aus. Beim Rückschnitt belässt man immer grundständige Triebe mit vier bis sechs Augen.

Hängegeranien brauchen nicht einen so tiefen Rückschnitt.

Jetzt kann auch schon mit dem Umtopfen begonnen werden. Danach werden die Pflanzen dann bei 12 bis 16 °C an einen helleren Platz gestellt. Ebenfalls müssen nun die Wassergaben allmählich erhöht werden.

Was ist im Februar noch zu tun?

  • Eingelagertes Obst ständig auf kranke Früchte kontrollieren
  • Überwinterungsräume für Gemüse und Erdmieten an wärmeren Tagen lüften
  • Frühkartoffeln vorkeimen
  • Saatgut sichten, gegebenenfalls noch bestellen
  • Dahlienknollen kontrollieren, bei Bedarf wässern
  • Schnee auf Wegen, Dächern, Sträuchern und Hecken entfernen
  • Alte und abgestorbene Bäume roden
  • Vögel füttern
  • Hummelnistkästen aufstellen
  • Vogelnistkästen reinigen und aufhängen

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