Mai Gartentipps

Das sind jetzt Ihre To-Do's im Garten!

Der Gartenmonat Mail macht Vorfreude auf die warme Jahreszeit…Nun geht es richtig los mit der Gartenarbeit – Sie haben viel zu tun!

Tipps für den Garten im Mai

Im Wonnemonat Mai beginnt die Obstbaumblüte. Doch diese kann noch bis zu den Eisheiligen, bis zur Mitte des Monats durch Nachtfröste Schaden nehmen. Daher ist es nun wichtig, kleine Obstbäume und Spalierobst vor den Nachtfrösten zu schützen, damit die Ernte nicht ausbleibt. Auch jetzt im Mai können Sommerblumen, Bohnen, Gurken und Tomaten ins Freiland übersiedeln.

Balkonkästen erstrahlen wieder in den schönsten Farben und auch die Kübelpflanzen können nun Ihren Platz im Garten und auf der Terrasse einnehmen.

Den Rasen neu anlegen

Falls im Herbst der Boden nicht mehr umgegraben wurde, bearbeitet man jetzt die Fläche mit einem Karst oder Krail. Es wird nicht mehr gegraben. Unkrautwurzeln und Steine müssen sorgfältig entfernt werden.

Die Saatfläche muss eben sein und eine feine Krumme aufweisen. Man sollte nach Möglichkeit an windstillen Tagen säen. Das Saatgut wird dann gleichmäßig verteilt. Allerdings zunächst erst die Hälfte in Querrichtung und dann die andere Hälfte in Längsrichtung. Im Anschluss wird das Saatgut mit einem Rechen leicht eingeharkt. Es muss knapp unter der Oberfläche liegen. Es reichen hier 50 g auf 1 m².

Rasenpflege im Mai

Bei leichten und trockenen Böden ist dann ein Anwalzen empfehlenswert. Hingegen sollte man schwere Böden nie anwalzen, da sich der Boden zusätzlich verdichten kann.

Zudem muss jetzt ein Schutz vor Vögeln erfolgen. Bei kleineren Flächen kann der Boden mit Netzen abgedeckt werden.

Nach ungefähr zwei bis drei Wochen erscheinen dann die ersten dünnen, grünen Halme. Wichtig ist jetzt, dass der richtige Zeitpunkt des Rasenschnitts gefunden wird. Mäht man zu früh, werden die jungen Pflänzchen ausgerissen. Bei einem zu späten Schnitt verlieren die Pflanzen ihre Neigung, sich weiter auszubreiten. Es erscheinen dann zu lange Halme.

Der erste Schnitt sollte daher erfolgen, wenn der Rasen ungefähr 7 cm hoch ist. Man sollte hier nach Möglichkeit einen Sichelmäher verwenden. Der Schnitt wird dann zwar nicht so exakt, aber die Pflanzen bleiben im Boden. Alternativ kann auch eine Sense oder Sichel verwendet werden. Das Mähgut eignet sich zum Mulchen oder kommt auf den Kompost.

Für einen schönen Rasenteppich muss dann alle 10 bis 14 Tage gemäht und das Gras sofort abgeharkt werden. Bei lockeren Rasenpflanzen sollten diese mit Trittbrettern wieder festgetreten oder angewalzt werden.

Die Rasenkanten sollte man sorgfältig abstechen und das Gras mit der Rasenschere sauber schneiden.

Bäume, Sträucher und Hecken wässern und mulchen

Neupflanzungen müssen an warmen Tagen zusätzlich gewässert werden. Falls im April noch nicht gedüngt wurde, dann kann es jetzt nachgeholt werden.

Garten Wässern im Mai

Jetzt ist auch eine günstige Zeit, zwischen den Pflanzen im Wurzelbereich den Boden zu mulchen. Dazu kann Rindenmulch, feuchter Torf, Strohhäcksel oder auch halbzersetztes Laub Verwendung finden. Der Boden wird damit 5 cm hoch abgedeckt.

In älteren Pflanzungen kann auch Rasenschnitt als Mulchschicht ausgebracht werden, aber nicht zu dick, da das Gras sonst fault. Die Mulchschicht sollte 3 bis 5 cm betragen.

Stauden können noch gepflanzt werden

Jetzt ist noch Zeit zum Pflanzen. Bei trockenem Wetter muss jede Staude einzeln gewässert werden. Dazu kann der Boden um den Pflanzen wellenartig erhöht werden, dadurch kann das Wasser nicht abfließen.

Sobald der Boden dann wieder abgetrocknet ist, muss er mit einem Rechen oder Krail bearbeitet werden, so dass die Oberfläche wieder schön krümelig wird und Sauerstoff in den Boden eindringen kann.

Rosen auf Schädlinge untersuchen

Falls die Rosen durch Schädlinge befallen sind, ist es dringend notwendig, diese zu bekämpfen. Bei auftretenden Blattläusen kann eine Brennnesselbrühe eingesetzt werden. Sollte der Befall ein größeres Ausmaß annehmen, dann können hier chemische Mittel hilfreich sein.

Tipps Gegen Blattlaus auf Rosen

Sehr oft kommen auch zusammengerollte Blätter vor. Diese weisen auf das Vorhandensein kleiner grüner Raupen, dem sogenannten Wicklerfalter oder die Larven der Rosenblattrollwespe hin. In solchen Fällen müssen die Blätter abgepflückt und zertreten werden.

Aber auch Sternrußtau, Rost oder Rosenmehltau kann zu Schäden führen. Auch hier müssen alle betroffenen Blätter entfernt werden. Die Entsorgung erfolgt aber nicht auf dem Kompost, sondern im Restmüll. Zur Behandlung dieser Pilzkrankheiten kann eine Spritzbrühe aus Ackerschachtelhalm verwendet werden. Bei einem größeren Befall setzt man Fungizide ein, beispielsweise Rosen-Pilzfrei Saprol.

Dahlien auspflanzen

Nach den Eisheiligen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht, also vom 15. Mai an können Dahlienknollen und bewurzelte Stecklinge ins Freiland gepflanzt werden.

Der Reihenabstand und auch der Abstand zwischen den einzelnen Knollen sollte 60 bis 90 cm betragen. Das Pflanzloch muss so groß sein, dass die Knolle darin genügend Platz hat. Es sollte ebenfalls zwei oder drei Handvoll feuchter Torf oder Komposterde mit in das Pflanzloch gegeben werden.

Dahlien im Mai aussetzen

Rund um den Pflanzen lässt man eine flache Mulde, wo sich Regenwasser sammeln kann. Bei Trockenheit wird dann eine Kanne Wasser in die Vertiefung gegossen.

Große Wurzelknollen können mit einem scharfen Messer geteilt werden. Jedes Teilstück muss ein Auge oder einen bereits wachsenden Trieb besitzen.

Baumscheiben locker und unkrautfrei halten

Unter allen Baumkronen der Obstbäume müssen die Baumscheiben locker und unkrautfrei gehalten und Wurzelschösslinge unmittelbar an der Wurzel abgeschnitten werden.

An einigen Stämmen zeigen sich mitunter Frostschäden. Ein senkrecht geführter Schröpfschnitt kann den Schaden bald beheben. Frisch angepflanzte Bäume werden jetzt fest angebunden.

Während der Blütezeit der Beerensträucher muss gewässert werden. Auch hier muss der Boden im Bedarfsfall aufgelockert werden.

Erdbeeren kräftig wässern

Für eine reiche Ernte und für schöne große die Früchte müssen die Pflanzen reichlich mit Wasser versorgt werden. In Trockenperioden ist daher eine zusätzliche Wassergabe notwendig. Nach der Blüte sollte kleingehäckseltes Stroh unter die Früchte gelegt werden. Alternativ können Sie auch Rindenmulch oder Holzwolle verwenden.

Stroh unter die Erdbeeren legen

So kann vermieden werden, dass die Erdbeeren schmutzig werden. Zudem besteht auch die Möglichkeit, schwarze Mulchfolie unter den Erdbeerpflanzen auszulegen.

Allerdings können hier reifende Früchte, die direkt auf der Folie liegen, bei einer zu starken Sonneneinstrahlung Sonnenbrandschäden bekommen.

Angezüchtete Tomaten können jetzt ins Freiland

Kurz nach den Eisheiligen können Tomaten ins Freiland ausgepflanzt werden. Vor dem Pflanzen der Tomaten sind an den Pflanzstellen Pfähle einzuschlagen, daran werden dann die Haupttriebe angeheftet.

Tomaten müssen tief gepflanzt werden, denn sie bilden am unteren Stängelteil noch nachträglich Wurzeln. Dazu stellt man die Jungpflanzen bis zum Ansatz der Keimblätter ins Pflanzloch.

Junge Tomatenpflanzen aussetzen

Der Reihenabstand auf dem Beet sollte immer 60 cm betragen und zwischen den Pflanzen in der Reihe 50 cm.

Die Pflanzen benötigen nun regelmäßige Wassergaben. Ebenfalls müssen Geiztriebe aus den Blattachseln ständig ausgebrochen werden. Normalerweise sind dann die ersten Tomaten Ende Juli erntereif.

Besonders gedeihen Tomaten, wenn sie auf schwarzer Folie (Mulchfolie) ausgepflanzt werden.

Lauch, Rosenkohl & Co gepflanzt werden

Lauch kann ab Ende Mai bis Ende Juni gepflanzt werden. Der Pflanzabstand sollte 30 x 15 cm betragen. Die Pflanzen müssen tief gesetzt werden, damit die Schäfte dann auch möglichst lang und weiß werden. Niemals kürzt man die Pflanzen.

Jetzt wird es auch für Rosenkohl Zeit. Es haben sich bei dieser Gemüseart Hybridsorten durchgesetzt. Allerdings benötigen diese eine längere Vegetationszeit, erzielen aber höhere Erträge und der Röschenansatz ist gleichmäßig. Der Pflanzabstand liegt bei Rosenkohl bei 50 x 60 cm.

Gemüse anpflanzen im Mai

Bleich- und Knollensellerie kann ebenfalls Ende des Monats ausgepflanzt werden. Der Pflanzabstand beträgt 40 x 40 cm. Der Bleichsellerie mit seinen gebleichten, gelbgrünen Stängeln ist eine abgewandelte Form vom Knollensellerie. Dieser kann bis Ende Juni gepflanzt werden. Der Pflanzabstand beträgt hier 30 x 40 cm.

Auch die vorgezogenen Zucchinipflanzen können nach den letzten Nachtfrösten an einen sonnigen Platz im Freien ausgepflanzt werden. Es sollte hier ein Pflanzabstand von 1 x 1 Meter eingehalten werden Für eine Familie sollten drei bis vier Pflanzen ausreichend sein. Bei den Zucchini kann auch eine Direktaussaat ins Freiland erfolgen.

Allerdings erreicht man eine frühere Ernte mit bereits vorgezogenen Pflanzen oder wenn Zucchini auf schwarzer Mulchfolie gezogen wird. Die Ernte erfolgt, wenn die Früchte 20 bis 25 cm lang sind.

Nach dem 20. Mai können nun auch Jungpflanzen von Zuckermais ins Freiland kommen. Es ist aber auch eine Aussaat an Ort und Stelle jetzt noch möglich. Der Reihenabstand sollte 75 cm und der Abstand in der Reihe 30 cm betragen. Die Pflanzen erreichen eine Höhe zwischen 1,6 und 2 m. Die Kolben werden in der Milchreife geerntet.

Ab Mitte Mai Bohnen, Gurken und Kürbis säen

Buschbohnen können nach den Eisheiligen, Mitte Mai bis Anfang Juli in bestimmten Abständen in Horsten oder Reihen gesät werden. Bei einer Aussaat in Reihen werden dazu in 3 cm tiefen Saatrillen alle 5 bis 10 cm ein Samen gelegt.

Der Reihenabstand muss 40 bis 50 cm betragen. Falls nun in Horsten gesät wird, werden dazu dann immer fünf Samen in einem Abstand von 40 cm ungefähr 3 cm tief in die Erde gelegt. Nach dem Auflaufen müssen die Jungpflanzen angehäufelt werden. Dadurch wird die Standfestigkeit und Wurzelbildung erhöht.

Jungpflanzen können auch bereits im April in 10er Töpfen vorgezogen werden. Es werden dann vier bis fünf Samen bei einer Temperatur von 20 °C 2 cm tief in den Topf gesteckt.

Ab dem 15. Mai kann auch eine Freilandaussaat von Gurken erfolgen. In 2 bis 3 cm tiefen Löchern werden dann in einem Abstand von 30 bis 40 cm drei Samen pro Loch gelegt und mit Erde bedeckt.

Gurken, Bohnen und Kürbisse säen

Die Aussaat muss nun gleichmäßig feucht gehalten werden und eine Temperatur von 20 °C wäre ideal. Aufgrund der Temperaturschwankungen kann das Beet mit Folie abgedeckt werden. Nach dem Auflaufen werden die schwächeren Exemplare entfernt, pro Loch bleibt ein Sämling. Diese werden dann etwas angehäufelt und müssen regelmäßig gewässert werden. Es kann auch eine Vorkultur im März bei einer Temperatur von 20 °C in Töpfen erfolgen. Dazu kommen dann 2 bis 3 Samen in einen Topf.

Ebenfalls können nun Kürbisse direkt an Ort und Stelle gesät werden. Dazu wird ein Samen 1 bis 2 cm tief mit der Spitze nach unten in die Erde gesteckt. Der Pflanzabstand muss hier mindestens 1 x 1 m betragen. In den ersten Tagen ist ein Schutz aus Vlies empfehlenswert. Für eine bessere Keimung sollten die Samen 24 Stunden in lauwarmen Wasser vorgequollen werden. Auch hier ist eine Vorkultur im April in Töpfen möglich.

Was ist im Mai noch zu tun?

  • Unkraut jäten
  • pagelines
    Aussaaten und Jungpflanzen regelmäßig wässern
  • pagelines
    Schädlingsbefall im Nutz- und Ziergarten kontrollieren
  • pagelines
    Sommerblumen können noch gesät werden
  • pagelines
    Verwelkte Blüten von Tulpen, Narzissen und Hyazinthen abschneiden
  • pagelines
    Gladiolen regelmäßig hacken
  • pagelines
    Welke und verblühte Blüten bei Rhododendren entfernen
  • pagelines
    Balkonkästen mit Sommerblumen bepflanzen
  • pagelines
    Nach dem 20. Mai Kübelpflanzen ins Freie stellen
  • pagelines
    Flachabdeckungen (Folie, Vlies) bei Frühgemüse entfernen
  • pagelines
    Frühkartoffeln anhäufeln
  • pagelines
    Erbsen müssen gereisert werden (Reiser als Rankhilfen)
  • pagelines
    Kohlrabi, Kohlrübe, Rettich, Radieschen, Rote Rübe, Pflück- und Kopfsalat säen

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