Was sollte ein Häcksler können?

Der Häcksler kommt fast das ganze Jahr zum Einsatz. Wir verraten Ihnen wissenswerte Informationen über das praktische Gartengerät.

Gartenhäcksler

Wer einen Garten hat, kommt immer wieder an den Punkt, dass Äste, Sträucher und Heckenschnitt entsorgt und beseitigt werden müssen.

Mit einem Gartenhäcksler verschwindet das Astgut zwar nicht, wird jedoch ordentlich zerkleinert und kann an anderen Stellen im Garten genutzt werden.

Funktionsweise eines Gartenhäckslers

Der Gartenhäcksler oder auch Gartenschredder macht aus größeren Ästen und langen Gartenabfällen Kleinholz.

Dabei wird das Strauchgut in den Häcksler geführt und von Messern zerkleinert, unten fällt nach dem Vorgang das Häckslergut heraus.

Bei den Häckslern unterscheidet man maßgeblich zwischen Walzenhäckslern und Messerhäckslern.

Bei der Walze dreht sich eine scharfe Walze und der Ast wird entlang einer Platte zwischen Platte und Walze geführt. Alternativ drehen sich zwei Walzen und der Ast wird zwischen den beiden Walzen zerkleinert.

Die Walze hat dabei scharfe Kanten und zerstückelt den Ast. Beim Messerhäcksler trifft der Ast von oben auf die Klinge, durch die Drehbewegung und die Freiräume der einzelnen Klingen rutscht der Ast in diese Räume und wird abgeschnitten.

Gartenhäcksler

Bei beiden Varianten fliegt das Häckslergut nach unten heraus. Messerhäckslern sagt man einen höheren Verschleiß nach, diese sind jedoch meist etwas günstiger.

Leistung des Häckslers und maximale Astbreite

Ein normaler Gartenhäcksler wird über eine 230 Volt Steckdose betrieben und kann damit völlig problemlos arbeiten.
Dennoch sollte man vor der Anschaffung darauf achten, dass der Motor ausreichend Leistung hat.

Mit einer Leistung ab 2KW (2000 Watt) könne durchaus gute Ergebnisse erzielt werden. Die Motorleistung entscheidet am Ende auch über die maximale Astdicke. Schaut man sich seinen eigenen Garten an, stellt man schnell fest, dass Äste mit 1,5-2,5 cm Durchmesser keine Seltenheit darstellen.

Wer auch etwas breitere Äste zerkleinern möchte, sollte daher einen Schredder wählen, der mindestens 3-4 cm dicke Äste verarbeiten kann. Alles über 4 Zentimeter ist bereits sehr gutes Feuerholz und darf gerne für den Kamin genutzt werden.

Einstellung des Häckslers

Da man nicht immer dieselben Astdicken zerkleinern möchte, sollte man beim Häcksler den Abstand zwischen den Messern bzw. der Walze zur Konterplatte einstellen können. Vor jedem Häckseln gilt es ein Probe-Ast zu zerkleinern.

Stellt man fest, dass der Ast nur angeschnitten aber nicht komplett durchtrennt ist, muss der Abstand der Messer/Walze verkleinert werden, mehr dazu kann auf Gartenmagazin.net nachgelesen werden. Hier der Hinweis, trockeneres Holz lässt sich dabei einfacher zerkleinern als frisches Astgut.

Einführen der Äste und des Strauchschnitts

Die Hersteller der verschiedenen Gartenhäcksler haben dabei fast immer ein Trichtersystem über dass die Äste von oben eingeführt werden.

Hat der Häcksler erstmal ein Ast ergriffen, wird dieser normalerweise von alleine durchgezogen. Hierbei sollte man jedoch am Trichter aufpassen, die oberen Enden können durch die Rotation der Messer und der Walze gerne wild herum schlagen.

Es gilt unbedingt die Sicherheitshinweise des Herstellers zu beachten. Gehörschutz, Handschuhe und eine Schutzbrille sollten zur Standartausrüstung gehören.

Benzin Häcksler

Günstigere Geräte haben meistens keinen integrierten Auffangbehälter, hier sollte zwingend ein Sack unter das Gerät gespannt werden. Das klein gehäckselte Holz kann so problemlos aufgefangen werden.

Wohin mit den gehäckselten Ästen

Je nachdem wie groß die Stücke sind, können diese auf verschiedene Arten genutzt werden. Es kann als Rind-Mulch auf dem Beet verteilt oder als Grundlagenschicht für ein Hochbeet genutzt werden.

Alternativ finden die Holzschnipsel Platz auf dem Kompost oder werden über den Biomüll entsorgt, natürlich mit dem Vorteil, dass es jetzt wesentlich weniger Platz in der Biotonne wegnimmt.

Was kann gehäckselt werden?

Generell kann alles gehäckselt werden, was man über den Trichter in den Häcksler einführen kann. Dies kann der Heckenschnitt einer Buchenhecke sein, das Schilfgrass aber auch die Äste einer Fichte oder Eiche.

was kann man häckseln

Je frischer das Holz ist, umso schwieriger hat es das Gerät. Gerade bei Schilf kann es vorkommen, dass die langen Blätter sich um die Messer oder die Walze wickeln.

Frische Rinde und Äste werden ebenfalls oft nur angeschnitten, dies liegt jedoch meistens an einer falschen Häckslereinstellung.

Was der Häcksler mitbringen sollte

Da diese Geräte durch den Einbau eines leistungsstarken Motors oft schwer sind, sollte der Häcksler mindestens zwei Rollen haben. So kann er problemlos an den gewünschten Einsatzort geschoben werden.

 Für den normalen Haus & Garteneinsatz sollte er auf 230 Volt laufen. Hat der Gartenhäcksler einen Auffangbehälter, sollte dieser natürlich ein großes Volumen haben.
Wünschenswert wäre ein Wert ab 35-40 Liter.

Vor dem Kauf sollte ebenfalls darauf geachtet werden, ob man Ersatzklingen für das Gerät kaufen kann und was Ersatzteile kosten.
Der einfache Ein- und Ausbau ist ebenfalls wünschenswert.
Verstopft der Gartenhäcksler kann man über einen Rücklauf die Äste wieder lösen und im Anschluss erneut einführen.


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