Hilfe gegen Waschbären im Garten

Mittlerweile leben rund 500.000 Waschbären in Deutschland. Was Sie tun können, um die Tiere aus Ihrem Garten fernzuhalten, erfahren Sie hier...

Waschbären was tun

Unheimliche Geräusche wecken Sie Nacht für Nacht auf? 
Im Garten geschehen merkwürdige Dinge, die Sie sich nicht erklären können? Selbst die Mülltonnen entwickeln eine erschreckende Eigendynamik, deren Ursache Ihnen Rätsel aufgibt?

All diese Indikatoren könnten darauf hinweisen, dass Sie Mitbewohner haben. Wie Sie diese aufspüren und wieder loswerden, verraten wir in diesem Artikel.

Hinweise für einen Waschbärbesuch

So niedlich die kleinen Bären mit ihren maskierten Gesichtern auch aussehen, so können sie doch einen enormen Schaden am Haus und Garten anrichten.

Es gibt einige Hinweise, die darauf hindeuten, dass ein Waschbär in Ihrem Garten zu Gast ist. Nächtliche Geräusche, verwüstete Rasenflächen, geplünderte Beerensträucher und Obstbäume, kaputte Blumenkübel – ein Waschbär könnte dafür verantwortlich sein.

Um aber sicherzugehen, dass es sich tatsächlich um einen Waschbären handelt, müssen konkrete Beweise gefunden werden.

Eine Wildtierkamera ist für diesen Zweck hervorragend geeignet. Gut getarnt beobachtet sie das Grundstück und kommt dem Vandalen schnell auf die Spur. Genauere Informationen zu diesen technischen Hilfsmitteln gibt Ihnen folgende Quelle.

Mit einer Wildtierkamera schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie erkennen ungebetene Gäste aller Art auf Ihrem Grundstück genau und verfügen damit über ein weiteres Sicherungssystem.

Wildkamera für den Garten

Auswirkungen des unerwünschten Besuches

Treibt tatsächlich ein Waschbär sein Unwesen auf dem Grundstück, können kostspielige Schäden am Haus und im Garten entstehen.

Der kleine Wilderer sucht mit allen Mitteln nach Nahrungsquellen. Dabei scheut er sich auch nicht davor, den Kompost gründlich zu durchwühlen oder die Mülltonnen auszukippen und deren Inhalt auf dem gesamten Grundstück zu verteilen.

Obstgärten genießen seine besondere Aufmerksamkeit. Denn hier findet der kleine Bär alles, was sein Herz begehrt. Er liebt Fallobst, klettert aber auch gern auf Obstbäume und bedient sich an den reifen Früchten. Auch Beerensträucher bekommen seine volle Aufmerksamkeit.

Da der Waschbär ein nachtaktives Wildtier ist, „arbeitet“ er vorwiegend im Schutze der Dunkelheit. Dabei macht er teils sehr laute, unangenehme Geräusche, die die Nachtruhe empfindlich stören. Ist er sattgefressen, sucht er sich einen ruhigen, warmen Schlafplatz – oft auf dem Dachboden oder im Gartenhäuschen.

Dort hinterlassen die kleinen Wildtiere auch Urin und Waschbärkot, was neben dem strengen Geruch auch dazu führen kann, dass der Bodenbelag angegriffen und damit unbrauchbar wird.

Außerdem lieben sie Dämmmaterial und machen sich gern daran zu schaffen. Hat sich der Waschbär im Haus eingenistet, kommt es nicht selten zu Schäden im hohen vierstelligen Bereich.

Schutzmaßnahmen, um den ungebetenen Gast fernzuhalten

Es ist nicht ganz einfach, Waschbären vollständig vom Grundstück fernzuhalten. Dennoch gibt es ein paar Tricks, die es dem Bären erschweren, Zugang zum Haus und in den Garten zu finden. An erster Stelle sollten Sie jedoch mögliche Nahrungsquellen, so gut es geht, einschränken und ausschließen.

Fallobst sollte regelmäßig vom Boden gesammelt werden. Ernten Sie reifes Obst möglichst schnell. Sichern Sie Ihre Mülltonnen mit schweren Steinen, starken Gummibändern oder Schlössern.

Waschbären können zur Plage werden

Auch den Standort der Mülltonnen und des Komposts sollten Sie anpassen. Stehen diese zu dicht am Zaun oder an der Mauer, sind sie eine praktische Kletterhilfe für die Waschbären.

Achten Sie darauf, dass keine hochwertigen Lebensmittel auf dem Kompost landen. Dazu gehören vor allem Fleisch, Fisch, Brot und Milchprodukte, die den Waschbären und andere unerwünschte Gäste anlocken können.

Wer dennoch Essensreste auf dem Kompost entsorgen möchte, sollte einen verschließbaren Schnellkomposter dafür nutzen.

Haben Sie Haustiere, füttern Sie diese nicht draußen. Denn Waschbären mögen auch Hunde- und Katzennahrung gern. Auch Vogelfutter kann die kleinen Wilderer anlocken.

Hunde und Katzen sollten unbedingt gegen Tollwut und Staupe geimpft sein, da Waschbären schlimmstenfalls auch solche Krankheiten übertragen können.

Waschbären fangen – verboten!

Es ist in Deutschland verboten, die Waschbären zu fangen und umzusiedeln oder zu töten​.

Das erschwert die Situation zusätzlich. Aber auch diese Maßnahmen würden keine endgültige Befreiung der Waschbärplage sein.

Da es inzwischen in Deutschland über 500.000 Waschbären gibt, würde der nächste Besucher nicht lange auf sich warten lassen.

Die einzige wirkungsvolle Maßnahme ist die Beseitigung der Lockmittel. Hat der Waschbär keinen Anreiz, Ihren Garten oder Ihr Haus aufzusuchen, wird er sich nach einem anderen Plätzchen umschauen.

Haus und Garten sichern

Einige, kleine Maßnahmen können dem Waschbären den Zugang zu Haus und Garten deutlich erschweren. Ragen Äste von Bäumen auf das Hausdach hinüber, sollten Sie diese kürzen, damit der Waschbär keine Kletterhilfe hat.

Auch der Schornstein sollte mit einem Sicherungsgitter vor den unerwünschten Eindringlingen geschützt werden. Glatte Blechmanschetten an den Regenrinnen machen dem Waschbären den Aufstieg unmöglich, weil er keinen Halt mehr findet.

Eine etwas drastischere Methode ist die Installation einer elektronischen Sicherung. Diese kann rund um Haus und Garten positioniert werden und verteilt unangenehme, aber ungefährliche Stromschläge bei Berührung.

Im Garten können Sie Ihre Obstbäume mit Hilfe glatter Metall- oder Plastikmanschetten schützen.

Diese werden in etwa einem halben Meter Höhe am Stamm angebracht und bilden eine wirkungsvolle Barriere für den Waschbären. Da er daran keinen Halt findet, gibt es für ihn keinen Zugang mehr zum verlockenden Obst.

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Bilder: Pixaby.com

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