Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus

Ideale Bedingungen für Nutz- und Zierpflanzen

Nach den Eisheiligen Mitte Mai steht dem Gemüseanbau in Ihrem Nutzgarten nichts mehr im Wege. Viele Hobbygärtner entscheiden sich dennoch, Gemüsekulturen im Gewächshaus anzuziehen und gedeihen zu lassen. Der Vorteil: Die klimatischen Bedingungen bleiben konstant, einer reichhaltigen Ernte steht nichts mehr im Wege….oder?

Tomatenhaus

Viele Hobbygärtner informieren sich vor dem Kauf oder der Aussaat von Pflanzen, welche klimatischen Bedingungen diese stellen. Wie viel Licht benötigen sie? Wo ist der ideale Standort und welche Ansprüche haben sie an die Bodenqualität?

Doch eine Frage wird oftmals vergessen und ist besonders wichtig, wenn es um die Pflanzenaufzucht in einem Gewächshaus geht:

Wie hoch muss die Luftfeuchtigkeit sein?

Anders als bei der Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden, muss in einem Gewächshaus sehr stark auf die Luftfeuchte geachtet werden. Unterschiedliche Gewächshauskulturen haben bestimmte Ansprüche an den Wassergehalt in der Luft. Stimmt dieser nicht mit den Anforderungen überein, kann es schnell zu Krankheiten wie Mehltau oder Spinnmilbenbefall kommen.

Wichtig ist, dass Sie ein Hygrometer, einen Luftfeuchtemesser, in Ihrem Gewächshaus installieren. So haben Sie die Luftfeuchtigkeit stets im Blick und können Ihre Pflanzen vor Krankheiten schützen.

Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Pflanzen bei welcher Luftfeuchtigkeit am besten gedeihen.

Welche Pflanzen mögen eine geringe Luftfeuchtigkeit?

Bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 50 % fühlen sich Kakteen und Sukkulente besonders wohl. Doch auch Wolfmilchgewächse mögen eine geringe Luftfeuchte, sodass einer optimalen Entwicklung nichts mehr im Wege steht.

Um den Wassergehalt in der Luft möglichst gering zu halten, ist das direkte Gießen in die Pflanzgefäße von großer Bedeutung. Am besten ist es, durchlässiges Pflanzsubstrat zu nutzen, dass wenig Feuchtigkeit speichert. Da Kakteen und kakteenähnliche Gewächse einen starken Temperaturabfall in der Nacht gewohnt sind, können Sie die Lüftung Ihres Gewächshauses zwischen Juni und September geöffnet halten.

Welche Pflanzen mögen eine mittlere Luftfeuchtigkeit?

Mediterrane und subtropische Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Aubergine, Hibiskus und Oleander gedeihen bei einer mittleren Luftfeuchte zwischen 60 und 70 % am besten.

Foliengewächshaus

Achten Sie darauf, dass der Wert nicht steigt. Denn dann gewähren Sie Pilzkrankheiten Einzug.

Um die Luftfeuchtigkeit in einem mittleren Bereich zu halten, ist gezieltes Gießen und Lüften wichtig. Gießen Sie die Pflanzen, ohne diese dabei zu benetzen, mulchen und hacken Sie die Beete.

Fällt die Luftfeuchtigkeit, können ebenfalls Wege benetzt werden. Steigt die Luftfeuchtigkeit, muss gelüftet werden. Kontrollieren Sie regelmäßig, welche Werte der Luftfeuchtemesser anzeigt, um optimale Bedingungen zu schaffen und einem Pilzbefall vorzubeugen.

Welche Pflanzen mögen eine hohe Luftfeuchtigkeit?

Tropische Orchideen aber auch Nutzpflanzen wie Gurken und Melonen benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit zwischen 80 und 85 %.
Sinkt die Luftfeuchtigkeit unter 70 %, müssen Sie mit Krankheiten wie echtem Mehltau oder einem Spinnmilbenbefall rechnen.

Um die Luftfeuchtigkeit möglichst hoch zu halten, ist eine regelmäßige und hohe Wasserzufuhr nötig. Gießen Sie nicht nur die Pflanzen, sondern benetzen Sie Wände, Wege und die gesamte Beetoberfläche.

Wichtig: Gießen Sie am frühen Morgen, damit das Wasser über den Tag verdunsten und für das optimale Klima sorgen kann. Wer am Abend gießt, riskiert Pilzerkrankungen.

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Bilder: Pixabay.com

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