Rosen Spezial Teil 2:

Rosenkrankheiten effektiv behandeln

Rosenkrankheiten sind weit verbreitet. Doch wie erkennt mann diese und was kann man dagegen tun? In diesem Artikel stellen wir Ihnen die weit verbreitete Rosenkrankheiten sowie die richtigen Behandlungsmethoden vor.

Mehltau behandeln

Krankheiten rechtzeitig erkennen

Rosen müssen regelmäßig auf Krankheiten und Schädlinge untersucht werden, um eine gesunden Wuchs und reichen Blütenflor zu garantieren.

Es kann sonst mitunter auch vorkommen, dass die Pflanzen nicht nur im Wachstum beeinträchtigt werden, sondern auch eingehen, wenn Krankheiten oder ein Schädlingsbefall nicht rechtzeitig erkannt oder behandelt werden.

Rosenkrankheiten behandeln

Der Handel bietet hier unterschiedliche Mittel an. Zur Anwendung können aber auch verschiedene Hausmittel kommen.

In diesem Artikel wollen wir Ihnen einige Rosenkrankheiten vorstellen, die in unseren Breitengraden weit verbreitet sind. Zudem erhalten Sie wichtige Pflegetipps, wie Sie die Krankheiten behandeln können.

Tierische Schädlinge

Blattläuse

Die kleinen Tierchen kommen meist in einer größeren Anzahl überwiegend an den Triebspitzen, den Knospen und auch an den jungen Blättern vor. Sie können an Rosen große Schäden anrichten, indem sie aus den Pflanzenteilen den Pflanzensaft aussaugen.

Blattläuse bekämpfen

Die Blattläuse sind mit bloßem Auge erkennbar. Weitere Anzeichen für einen Befall äußern sich in gekrümmten Trieben, welken Knospen und eingerollten Blättern. Mitunter sind die Blätter auch mit einem glänzenden, klebrigen Belag versehen, dem so genannten „Honigtau“. Es handelt sich hierbei um zuckerartige Ausscheidungen der Blattläuse.

Mitunter können sich an den befallenen Stellen auch Rußtaupilze ansiedeln. In diesem Fall würden sich die Blätter dann schwarz verfärben. Eine Behandlung kann mit einer Brennnesselbrühe erfolgen. Falls diese keine Wirkung zeigt, muss man auf chemische Mittel zurückgreifen.

Rosenblattrollwespe (Blattrollkrankheit)

Von der Außenseite bis zur Mittelrippe eingerollte Blätter weisen auf das Vorhandensein der Rosenblattrollwespe hin. In der Regel können bei den ersten Anzeichen nur Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen, bevor sich die Blätter komplett eingerollt haben.

Sollte dies bereits geschehen sein, dann ist eine sofortige Entfernung und Vernichtung der befallenen Blätter notwendig.

Rosenblattwespe

Die kleinen, grünen Larven der Rosenblattwespe findet man an den Blättern. Sie fressen die Oberseite ganz oder mitunter auch nur stellenweise bis auf die gegenüberliegende Haut auf. Übrig bleibt dann nur noch eine durchsichtige, bräunliche Schicht.

Rosenkrankheiten bekämpfen

Um den Befall der Larven zu vermeiden, sollten Jungtriebe immer kräftig zurück geschnitten und entsorgt werden. Leidet die Rose bereits unter dem Ungeziefer, können spezielle Sprays zum Einsatz kommen, die extra für "beißende Insekten" entwickelt wurden.

Rosenzikade

Eine weiße Besprenkelung auf der Blattoberfläche gibt einen Hinweis auf diese Erkrankung. Es dauert dann nicht mehr lange und die Blätter fallen ab. In den meisten Fällen sind auch die Triebe und Knospen verkrüppelt.

In der Regel schafft die Rose es, sich selbst wieder zu erholen. Denn Spinnen, Raubwanzen und Laufkäfer sind die Natürlichen Feinde der Rosenzikade.

Rote Spinne (Spinnmilben)

Erste Anzeichen auf das Vorhandensein von Spinnmilben äußern sich in hellen, gelbgrünen bis braun-grünen Saugstellen auf allen grünen Pflanzenteilen. Hauptsächlich kommen sie aber auf den Blättern vor. Nach Befall welken sie schnell und fallen schließlich ab.

Spinnmilben Rose

Eine schnelle Entwicklung der Spinnmilben erfolgt während Trockenperioden und bei einer hohen Luftfeuchtigkeit.

Rosentriebbohrer

Trockene, ausgehöhlte Triebe und vertrocknete Blätter sind ein Hinweis auf einen Befall durch den Rosentriebbohrer. Die Wespenlarven entwickeln sich im Stängelinneren.

Zur Vorbeugung können entsprechende Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Befallene Triebe werden unterhalb der Befallsstelle abgeschnitten und sorgfältig in der Mülltonne entfernt. 


Echte Rosenkrankheiten

Echter Mehltau

Bei dieser Krankheit weisen die Knospen, Blätter und Triebspitzen einzelne weiße Flecken bzw. einen mehlartigen Überzug auf. Sollte ein starker Befall vorliegen, dann ist die ganze Rose damit überzogen. Im weiteren Verlauf verfärbt sich der Belag langsam braun und wird etwas filzig. Befallene Pflanzenteile verkrüppeln dann auch sehr schnell.

Echter Mehltau Rose

Lichtmangel, schwankende Temperaturen und auch eine feuchte Wärme können das Auftreten des Echten Mehltaus begünstigen.

Befallene Pflanzenteile müssen abgeschnitten und entsorgt werden. Ist die ganze Pflanze befallen, sollte diese komplett entfernt werden, um die Verbreitung auf andere Pflanzen zu vermeiden.

Falscher Mehltau

Gelbliche Flecke auf der Blattoberfläche und eine wollig, weißlich- grau überzogene Unterseite sind charakteristisch für das Auftreten des Falschen Mehltaus.

Falscher Mehltau echter Mehltau



Betroffene Blätter und Triebe sterben langsam ab. In diesem Fall können nur noch die befallenen Pflanzenteile entfernt und in der Mülltonne entsorgt werden.

Sternrußtau, Schwarzfleckigkeit

Braun-violette Flecken auf den Blättern sind Anzeichen für das Vorhandensein von Sternrußtau. Schließlich vergilben die Blätter und fallen ab. Mitunter kann die Pflanze bei einem starken Befall ganz kahl werden.

Diese Krankheit ist der Schrecken der Rosenzüchter, sie gilt als schlimmste Krankheit. Feucht-kühles Wetter kann die Entstehung von Sternrußtau noch begünstigen.

Alle befallenen Pflanzenteile sollten schnellstens abgeschnitten und sorgfältig entsorgt werden.

Rosenrost

Zu Beginn der Krankheit sind an der Blattunterseite gelbe Pusteln sichtbar, später sind sie dann schwarz und stäubend. Vorwiegend tritt der Rosenrost an den Trieben im Frühjahr auf, sie sind dann schwellig rot.

Rosenrost behandeln

Um zu vermeiden, dass Ihre Pflanzen von Rosenrost befallen werden, sollte das Rosenbeet immer gut belüftet sein. Dies bedeutet auch, dass die Rosen regelmäßig ausgelichtet werden müssen. 
Ist die Rose bereits befallen, empfehlen wir Ihnen ein Anti-Pilz-Spray für Rosen zu nutzen, dass alle 7 bis 10 Tage aufgetragen wird.

Zudem sollte heruntergefallenes, infiziertes Laub direkt entsorgt werden, um eine Infektion im nächsten Jahr vorbeugen zu können.


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